Mendena

Katjenka berichtet:

Eines Abends dann auf unserem Weg gen Süden, verhielt sich Shaja plötzlich merkwürdig: ihr Blick wird leer und sie erhält eine Vision. Sie sieht einen Mann mit einem Holzbein - ein Schiffe - eine Hafen - es ist warm - Mendena! Dahin führt uns also unser Weg. Also zogen wir gen Osten Richtung Meer. Fünf Tage dauert unsere Reise bis wir Mendena erreichen.

 

Dort angekommen machen wir uns sogleich auf die Suche nach dem Mann mit dem Holzbein. Die Suche erweist sich jedoch als nicht so einfach wir erhofft. Mendena ist die Hauptstadt des Haifischfangs und daher ist der Verlust eines Beins unter Seeleute nicht gerade ungewöhnlich. Also nutzen wir jede freie Minute um uns in unseren Fähigkeiten zu schulen.

 

An unserem dritten oder vierten Abend in Mendena, als wir wieder alle gemeinsam beim Abendessen saßen, hörte ich auf einmal ein lautes Brausen und Wind, als ob ich mich auf der offenen See befinden würde. Verdutzt schau ich mich im Gasthaus um und erkenne bei Phileasson, Falk, Robak und all den anderen aus unserer Truppe dasselbe Erstaunen wie bei mir. Plötzlich gesellt sich zu dem Rauschen eine Stimme die spricht

 

Es wird kommen der Tag, an dem sich die Kinder des H‘Ranga aus den Fluten der Meere erheben und ihre schrecklichen Schlangenleiber an Land wälzen, um ganze Städte zu Staub zu zermahlen. Selbst die geringsten unter den Kindern der Gottechse, die sich schon in diesen Tagen unruhig in den Abgründen der Meere winden, können mit ihren Leibern die gewaltigsten Schiffe zerdrücken wie die übermütige Kinderhand die Schale eines Eies.

Verschafft euch den Reißzahn einer Seeschlange! Er gewährt euch Schutz in der Stunde, da keine Waffe von sterblicher Hand euch noch zu retten vermag. Vor der Ostküste Maraskans, das Meer durchpflügend, werdet ihr finden, was euch bestimmt ist.

 

Dann war es vorbei und es klang wieder wie in einem normalen Gasthaus. Ein Blick auf die restlichen Gäste machte klar, dass nur wir diese Worte gerade gehört hatten. und diese Worte musste ich sofort aufschreiben, nicht das wir noch etwas davon vergessen!

Den Reißzahn einer Seeschlange sollten wir also finden. Puh, das klang nicht gerade einfach. Dennoch ging Falk am nächsten Morgen auf den Markt und versuchte dort einen zu erstehen. Schließlich hatten wir keine Vorstellung davon, ob es sich dabei vielleicht um einen beliebten Glücksbringer oder ähnliches handelt. Leider stellte sich bald heraus, dass dem nicht so ist. Die Suche wird sich also etwas schwieriger gestalten.

Eines Abends dann kam ein Mann, gefolgt von einem hünenhaften Moha, in unser Gasthaus. Augenblicklich entbrannten viele kleine Geflüsterfeuer und ich konnte den Namen „Bacha“ hören. Der kleinere der beiden Männer erhob nun auch seine Stimme und verkündete, dass er Mabukan, erster Maat von Kapitän Bacha sei und auf der Suche nach Männern ist, die mit auf den Haifang gehen. Da es sich bei Kapitän Bacha, der in der Tat nur noch ein Bein besaß, vermutlich um den Mann aus Shajas Vision handelte, meldet sich Phileasson und stellte sich vor und gab damit den Geflüsterfeuern neue Nahrung. Mabukan und Phileasson setzte sich dann gemeinsam an einen Tisch und handelten die Bedingungen aus. Schließlich suchten wir nach dem Reißzahn einer Seeschlange.

 

Am 22. Rahja sollen wir an Bord kommen und unsere gemeinsame Reise beginnen