Festum
Katjenka erzählt:
Nachdem wir endlich mit den Karenen Festum erreicht haben, genossen wir es in vollen Zügen, mal wieder in einer großen Stadt zu sein - mit einer Magierakademie!
Norburg war ja schon ganz nett, aber Festum ist da etwas ganz anderes. Ich wollte schon immer mal in diese Stadt, da dort der einzige Temple der Mokoscha steht. Den musste ich natürlich umgehend zusammen mit Falk besuchen. Es war wahrlich ergreifend! Die nächsten Tage widmete ich mich dem Studium an der Akademie und verstand nun endlich die Technik, die es einem erlaubt einen Zauber bereit zu halten. Auch lies ich mich in die Technik des Silentium-Zaubers einführen.
Als wir eines Abends alle gemeinsam beim Abendessen saßen, erzählte Falk, dass ihn tagsüber jemand anwerben wollte. Der Auftraggeber sei ein Einäugiger. Galjan und mir ging daraufhin sofort ein Licht auf: Das musste Beorn der Blender sein! Ist Beorn auf der Suche nach einer neuen Mannschaft? Was ist mit seiner alten geschehen? Wo will er denn hin?
Noch am selben Abend erfuhren wir, dass sich Beorn schon seit einigen Tagen nicht mehr in Festum aufhielt. Am nächsten Tag erfuhren wir dann noch von den Stadtwachen, dass er vor 4 Tagen auf der Reichsstraße in Richtung Süden gezogen ist. Durch Nachfragen im Rathaus und verschiedenen anderen Stellen erfuhren wir, das Beorn sich Lasttiere zugelegt hat und das er nach einer Silberflamme und einem Wolfsritter, der vor 300 Götterläufen gelebt haben soll, erkundigt hat.
Wieder einmal saßen wir gemeinsam beim Abendessen und überlegten, was nun zu tun sei: sollten wir Beorn folgen oder doch noch ein paar Tage in Festum verweilen? Schließlich wächst mit jedem Tag nichts tun Beorns Vorsprung weiter an. Auf einmal vernahm ich ein Rauschen, so laut, dass es die anderen Geräusche in der Kneipe fast übertönt. Ein Blick in die Gesichter meiner Gefährten lies mich vermuten, dass es ihnen ebenso erging, anscheinend aber niemandem sonst im Schankraum. Und dann hört ich folgende Wort:
In der Stadt, in der Ingerimm Efferd trotz, konnten selbst die Stürme der Zeit die Spuren des Steppenwolfs nicht löschen. Zereist den Schleier der Vergangehit und ihr werdet eine silberne Flamme finden. Sie ist der eine Schlüssel zu Orima, der Allsehenden, der ihr dereinst begegnen werdet.
Sofort suchte ich nach einer Möglichkeit um diese Wort aufzuschreiben. Scheinbar handelt es sich hierbei um die nächste Aufgabe. Endlich! Nun wurde beratschlagt, was denn mit dieser Prophezeiung gemeint sein konnte: Ob der Steppenwolf derselbe ist wie der Wolfsritter, nach dem Beorn forscht? Um eine silberne Flamme geht es ja ebenfalls. Aber wer ist Orima? Und in welcher Stadt trotzt Ingerimm Efferd? An dieser Stelle schaltete sich ein Kneipengast ein und berichtete uns vor der südlich gelegenen Stadt Vallusa. Diese Stadt befindet sich auf einer Insel an der Stelle, in der die Misa ins Meer mündet. Vallusa liegt somit auf der Grenze zwischen dem Bornland und Tobrien, gehört aber weder zu dem einen noch zu dem anderen. Dort haben vor etlichen Jahren Zwerge einen Damm errichtet, um die Stadt vor dem Meer - und somit vor Efferd - zu schützen. In diesen Damm haben sie einen Schrein für Ingerimm errichtet. Also hatten wir unser nächstes Ziel gefunden. Schnell war beschlossen, dass wir morgen aufbrechen werden, weitere Informationen zum Steppenwolf und zur silbernen Flamme findet man bestimmt in Vallusa!